Samstag, 24. September 2016

C.M. Spoerri - Die Legenden von Karinth



Kurzbeschreibung:

»Bringt die Prinzessin zurück!« So lautet der Befehl der Elfenkönigin, nachdem ihre Tochter aus der Elfenstadt geflohen ist. Für Leibwächter Maryo Vadorís eine auf den ersten Blick nicht unlösbare Aufgabe. Allerdings soll er den frischgebackenen Gemahl der Prinzessin mitnehmen, den er zutiefst verachtet. Als sein Weg auch noch den der Magierin Edana kreuzt, stellt der Elf fest, dass die Suche nach seiner Prinzessin doch nicht so einfach wird wie anfangs vermutet. In Edana steckt mehr, als sie ihm zunächst weismachen will, und womöglich könnte ihr Geheimnis Maryo sogar helfen, denn seine Reise verschlägt ihn auf einen unbekannten Kontinent: Karinth.

Broschiert: 400 Seiten
Verlag: Sternensand Verlag (25. September 2016)

ISBN-10: 3906829200
ISBN-13: 978-3906829203

Vom Hersteller empfohlenes Alter: 12 - 16 Jahre

Ebook: 6,99€
Print: 12,95€

Die Legenden von Karinth

Meine Rezension:

C.M.Spoerri entführt uns in ihrer Welt Altra, dieses mal auf den Kontinent Karinth und das absolut gekonnt. Die Geschichte handelt von Maryo Vadorís den die Leser aus der Greifensaga bereits kennen lernen konnten. Dies ist nun seine Geschichte und für mich sein Anfang zu dem was er einst wird. 

Die Geschichte baut sich langsam auf und wird zunehmen spannender. C.M. Spoerri schafft es mit ihrer Art die Geschichte vor den Augen zu beleben, man fühlt sich an der Seite von Maryo und lernt ihn richtig kennen. Die Charaktere entwickeln sich zudem während der Geschichte zusehends weiter, das es einfach Spaß macht einzutauchen in die Welt. Weitere Charaktere füllen diese Geschichte mit Leben, es gibt so ungewöhnliche Menschen die hier auf den Elfen treffen. Es werden Vorurteile ins Auge gefasst und dann doch überdacht.

Für mich ist das ein gelungener Auftakt zu einer Reihe neuer Geschichte auf Altra. Ich freue mich bereits jetzt auf die Fortsetzung des Buches. Da man als Leser einfach wissen will, wie es weiter geht. Die Charakter sind mit einer Tiefe geschrieben, das jeder seinen Liebling finden wird. Es sind verschiedene Handlungsstränge im Buch, die noch weitere große Abenteuer versprechen. Das eine oder andere wird sich sicher erst im Folgeband erklären, was die Spannung noch steigert.


Mein Fazit:

Die Geschichte vor "Die Greifensaga" und wie Maryo Vadorís zu dem Elf geworden ist. Eine spannende Fantasygeschichte die auf die Fortsetzung wartet. Von mir gibt es für das Buch eine Kauf- und Leseempfehlung.

Und da wir in der Releasewoche sind, darf ich für Euch ein Gewinnspiel veranstalten.


Platz 1 + 2:

- 1 Plakat

- 1 A5 Karte

- 1 Postkarte

- 4 Lesezeichen

Platz 3:

- 1 A5 Karte

- 4 Postkarten

- 2 Lesezeichen



Gewinnspielfrage:

Lasst doch einfach einen Gruß da ;)

Gewinnspielregeln:
✩ Seid über 18 Jahre alt oder habt die Erlaubnis eurer Eltern.
✩ Nach Ablauf des Gewinnspiels kann ich euch im Falle des Gewinns eine Emailsenden. Hierfür musst du mir deine E-Mail-Adresse hinterlassen.
✩ Ich übernehmen keine Haftung und es gibt keinen Ersatz falls das Paket verloren geht.
✩ Der Gewinn wird nicht bar ausgezahlt.
✩ Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
✩ Eine Barauszahlung der Gewinne ist nicht möglich.
✩ Das Gewinnspiel endet am 24.09.2016 23:59 Uhr. Die Gewinnerbekanntgabe erfolgt schnellstmöglich.



Donnerstag, 22. September 2016

Christoph Marzi - London (Die uralte Metropole Teil 4)

Hallo ihr Lieben,

heute möchte ich euch unbedingt den vierten Teil der uralten Metropole vorstellen. Dieses wunderbare Buch ist von Christoph Marzi und heisst:




Kurzbeschreibung:

Schwere Schneeflocken tanzen in der Dämmerung, als Emily Laing das erste Mal London nicht mehr findet. Doch wie kann das sein? Eine ganze Stadt verschwindet doch nicht einfach so. Mitsamt all ihren Schornsteinen, Bewohnern und Geheimnissen. Hat das vielleicht etwas mit den beiden seltsamen alten Damen zu tun, die Emily entführen? Oder hängt es mit dem Waisenmädchen zusammen, das plötzlich auf den Stufen einer U-Bahn-Rolltreppe auftaucht? Noch einmal müssen Emily und ihre Gefährten, der Alchemist Wittgenstein, Maurice Micklewhite und die kluge Ratte Minna, in die Tiefen der Uralten Metropole hinabsteigen. Denn hier, in der magischen Stadt unter der Stadt, liegt die Antwort. Und die Gefahr …

Link zum Buch 

Länge: 704 Seiten Brochiert
ebook: 14,99 €
Abonutzer: 11,99 €
Print: 14,99 € Brochiert
Verlag: Heyne 
ISBN 10: 3453316657
ISBN 13: 978-3453316652

Meine Meinung:
 
Oh man was für ein geniales Buch, aber eigentlich hab ich von Christoph Marzi nichts anderes erwartet. Bisher hab ich so ziemlich jedes Buch von ihm verschlungen.

London ist der vierte Teil der Uralten Metropole und ist eine wirklich tolle Fortsetzung. Emilys Abenteuer geht weiter und ihr Leben wird irgendwie nie ruhig sein.

Dieses Buch ist wie seine Vorgänger einfach nur absolut spannend geschrieben, wenn man anfängt hört man einfach schwer wieder auf.

Aber Achtung es ist wirklich wichtig zuerst die ersten drei Teile gelesen zu haben, sonst ergibt einiges nicht so viel Sinn.

Dieses Buch schreit eigentlich nach einem fünften Teil und ich hoffe sehr es kommt!


Hier mal kurz noch die richtige Reihenfolge:

Lycidas -  Teil 1 der uralten Metropole
Lilith  -     Teil 2 der uralten Metropole
Lumen -   Teil 3 der uralten Metropole 

Dieses Buch ist eine absolute Leseempfehlung, aber bitte fangt mit dem ersten an, es ist in dieser Reihe absolut notwendig.

Viel Spass hiermit!

Liebe Grüße eure Bea

Gabi Büttner - Die Macht der Clans: Liebesrebellion

Hallo ihr Lieben,

heute möchte ich euch wieder ein Buch vorstellen!

Es ist von Gabi Büttner und heisst:


Die Macht der Clans: Liebesrebellion




Kurzbeschreibung:

Was würdest du aufgeben für den Kampf um Freiheit?
Als die Erde durch eine Naturkatastrophe unbewohnbar wird, findet die Menschheit auf Terra zwei eine neue Heimat.
Dreihundert Jahre später regieren Clans diese Welt.
Als seine Eltern von Kriegern getötet werden, schwört ein Widerstandskämpfer alles zu tun, um die grausame Clanherrschaft auf Terra zu beenden.
Während eines Auftrages verliebt er sich – ausgerechnet in eine junge Frau aus der Oberschicht, die für all das steht, was zu bekämpfen er geschworen hat.


Link zum Buch 

Länge: 320 Seiten Taschenbuch
ebook: 2,99
Abonutzer: kostenlos
Taschenbuch: 9,99
ISBN 10: 3848201518
ISBN 13: 978-3848201518

Meine Meinung:

Liebe Gabi, DANKE. 
Ich hatte bisher noch nicht soviele Dystophien gelesen, zwar schon einige, aber nicht soooo viele. ;-)
Deine wird wohl einer der Gründe sein, warum ich noch ab und an nach einer neuen Ausschau halten werde.

Deine Geschichte hat mich von Anfang an gefesselt, es ist ja nicht nur die Geschichte um Larissa, sondern auch die Geschichte jeder einzelnen Person die dort eine Rolle spielt.
Man kann sich so wunderbar in jede einzelne Persönlichkeit hinein versetzen, bis auf in eine einzige und in die möchte ich mich auch nicht hineinversetzen.


Dieses Buch ist wunderbar geschrieben, es liest sich einfach von alleine. Wirklich toll, ich warte nun gespannt auf Teil zwei und hoffe auf ein Ende welches mir gefällt!


Liebe Grüße eure Bea

Mittwoch, 21. September 2016

Blogstory - Ein Surfer zum Verlieben 3 (10)


Lindsay löste sich aus der Erinnerung und sah sich noch einmal um. Wie sollte sie in dem Wohnzimmer das Vermächtnis ihres Bruders finden oder richtiger: Die Tasche, in der es sich befand. Sie ließ ihren Blick durch den Raum schweifen. Der Umschnall-Dildo brachte sie zum Grinsen. Da würde Pat sich noch etwas von Warden anhören dürfen.
Lindsay erhob sich, als ihr einfiel, dass sich die Tasche in einem der zahlreichen Körbe befand, in die sie die unzähligen Geschenke gepackt hatten. Schnell hatte sie die gefunden und entnahm ihr eine Schachtel mit mehreren DVDs, denn ihr verrückter, lieber und toter Bruder hatte mehr als nur seine Hochzeitsrede auf Video festgehalten.
Lindsay atmete bedächtig ein und aus, ehe sie mit zittrigen Fingern die erste DVD aus der Box nahm und in den DVD-Rekorder schob. Sie ging in die Küche, holte eine Packung Taschentücher aus dem Vorratsschrank und kuschelte sich dann auf dem Sofa zusammen. Mit der Fernbedienung schaltete sie den Rekorder an. Sie hatte sich vorgenommen chronologisch vorzugehen, also wählte sie das erste Kapitel an – wohlwissend, dass es vermutlich das sein würde, welches am schmerzhaftesten war. Ihr stockte der Atem, als Phils Gesicht auf dem Bildschirm erschien.
„Hey, Kleines. Das hier ist bestimmt nicht leicht für dich und glaub mir, es ist auch nicht leicht für mich. Wenn du das hier siehst, dann bin ich nämlich tot.“ Ja, dachte sie und biss sich auf die Unterlippe. Er war tot und das seit zehn Jahren. Sie vermisste ihn noch immer so schrecklich. „Ich mache mir Sorgen darum, wie es euch geht und ich hoffe, dass das hier es etwas besser macht – wenn nicht, dann schalte das Video einfach aus, okay?“ Phil zwang sich zu einem traurigen Lächeln. „Ich will ehrlich sein, Ly, ich habe Schiss! Ich meine, ich habe so richtig, richtig krass Schiss. Ich habe keine Angst vor dem Tod an sich, aber davor, was vorher passiert. Vor den Schmerzen und all dem Mist.“ Zu Recht, dachte sie, denn er hatte schreckliche Schmerzen gehabt. Sie hatten ihm Morphium gegeben, damit sie erträglich wurden, doch er war elendig verreckt und er hatte gewusst, dass es so kommen würde. „Ich habe dich wahnsinnig lieb. Dich und Mum und Dad und Stella und auch Gavin … ich will nicht sterben, Ly, und ich weiß, dass ihr auch nicht wollt, dass es passiert.“ Phil war den Tränen nahe, als er fortfuhr: „Aber es ist unausweichlich. Mir ist klar, dass es nicht mehr lange dauert und manchmal bin ich so wütend darüber, denn ich … Scheiße, ich bin viel zu jung, um zu sterben.“ Ja, er war in der Tat viel zu jung gewesen, dachte Lindsay bitter. Sie schluchzte laut auf und Tränen liefen ihr über die Wangen. „Die Sache ist die, Ly. Ich habe keine Wahl. Es liegt nicht in meiner Hand, aber du, Kleines, du hast eine Wahl. Ich will, dass du dein Leben genießt und zwar in vollen Zügen. Ich will, dass du daran denkst, wie kurz es sein kann und wie schnell es manchmal zu Ende geht, okay? Ich will, dass du das Beste aus deinem Leben machst und egal, was nach dem Tod passiert: Ich liebe dich, Ly.“
Lindsay wischte sich die Tränen von der Wange und schaltete den Rekorder aus. Sie spürte Wardens Hand auf ihrer Schulter. „Hey!“, meinte er mitfühlend und kraulte ihren Nacken sanft, ehe er sich über die Lehne beugte und Lindsay von hinten umarmte.
„Hey, ich dachte du schläfst“, schniefte sie.
„Ich schlafe nicht gut, wenn du nicht da bist, und ich habe mir Sorgen um dich gemacht.“
Seit man versucht hatte, Lindsay zu töten, fiel es Warden noch schwerer, loszulassen. Lindsay drehte sich zu ihm herum, legte eine Hand an seine Wange und küsste ihn. „Brauchst du nicht. Mir geht es gut. Es ist nur … diese Videos. Ich … Gott, das ist so überwältigend ihn zu sehen. Von ihm zu hören und diese Nachrichten aus dem Jenseits zu bekommen. Ich kann es irgendwie noch gar nicht glauben, dass sie wirklich da sind.“
Warden löste sich von ihr, kam um das Sofa herum, setzte sich neben Lindsay und zog sie in seine Arme. Er küsste ihre Stirn und Lindsay kuschelte sich seufzend in seine Arme. „Aber es ist real, weißt du?“ Der Surfer verstummte und suchte nach den richtigen Worten. „Phils Botschaft hat ihren Weg zu dir gefunden. Es hat eine ganze Weile gedauert, aber sie ist letztendlich angekommen.“
„Ja, Dank Gavin.“
„Ja, Dank ihm.“
„Er war der einzige, der von den Videos wusste, und als er dich danach gefragt hat, da …“
„Ja, dein Vater hat es mir erzählt. Ich schätze, wir schulden Gavin was.“
„Er hat mir einen Kuss gestohlen. Von daher denke ich, dass wir quitt sind“, wisperte Lindsay und Warden sah sie lächelnd an.
„Es ist nicht so, dass ich ihn nicht mag, es ist nur so, dass …“
„… du ihm am liebsten die Eingeweide rausreißen und ihn bei lebendigem Leib häuten würdest?“
Warden lachte belustigt auf. „Ja“, brummte er zustimmend. „Fuck, er hat dich geküsst verdammt. Allein, wenn ich daran denke, möchte ich Fischfutter aus dem Typ machen. Gott, Lindsay, ich würde es nicht ertragen, dich zu verlieren.“
Die Bestsellerautorin schmunzelte. „Wirst du nicht. Was hältst du davon, wenn wir noch ein paar Geschenke öffnen?“
„Ja, bei den Unmengen sind wir vermutlich noch in einem halben Jahr damit beschäftigt.“ Warden stand auf und reichte Lindsay seine Hand. Schwungvoll zog er sie auf die Beine, sodass sie gegen ihn taumelte und in seinen Armen landete.
„Netter Versuch. Den Trick muss ich mir merken“, murmelte Lindsay an seinen Lippen, ehe sie ihn zärtlich küsste.
„Weißt du was? Lass uns doch einfach ins Bett gehen und das tun, was frisch verheiratete Paare den ganzen Tag und die ganze Nacht lang so machen“, schlug Warden unschuldig vor, doch Lindsay fiel nicht auf seine Masche herein. An Warden Palmer, ihrem heiß geliebten Ehemann, war rein gar nichts unschuldig. Er hatte es faustdick hinter den Ohren und der gewisse Ausdruck in seinen Augen sprach Bände.
„Du bist unersättlich!“, rügte sie ihn.
„Sagt die Frau, die bereits mit Scheidung gedroht hat, wenn ich meinen ehelichen Pflichten nicht nachkomme.“
„Habe ich dich eingeschüchtert?“
„Ich will dich nur zufriedenstellen, Sonnenschein, das ist alles.“ Er senkte seine Lippen auf ihren Hals, saugte und knabberte daran und brachte sie alleine dadurch schier um den Verstand.
„Du bist zu gut zu mir“, seufzte Lindsay, ließ sich von ihm hochheben und ins Bett tragen.

Alle Rechte liegen bei Violet Truelove

Dienstag, 20. September 2016

Blogstory - Ein Surfer zum Verlieben 3 (9)


„Du bist so schön“, raunte Warden Lindsay ehrfürchtig zu. Er wusste ganz genau, dass sie selbst sich oft nicht so sehen konnte, doch es änderte nichts daran, wie er sie wahrnahm. Er betete ihren Körper an und wünschte sich lediglich, dass sie mit ihm ins Reine kam.
„Ich liebe dein Lachen“, wisperte Lindsay, als sie die nächste Seite aufschlug, auf der sich eine Aufnahme von Warden befand, der mit seinem Sohn Leander herumalberte.
„Und ich liebe dich“, erwiderte der blonde Surfer liebevoll und sah Lindsay tief in die Augen. „Ich bin so froh, dass du endlich meine Frau bist. Ich habe diesen Tag so sehr herbeigesehnt und nun sind wir schon fast 24 Stunden verheiratet. Es ist erschreckend, wie schnell die Zeit vorbeigeht und ich möchte sie anhalten, denn ich will nicht, dass sie einfach so vorbeifliegt. Ich will jede verdammte Millisekunde mit dir auskosten und genießen.“
Lindsay lachte hell auf und entgegnete dann knallhart: „Zum Glück kann Pat das nicht hören, du klingst gerade echt wie eine Pussy.“
Warden seufzte leidgeprüft. „Warum war mir klar, dass du so was vom Stapel lassen würdest?“
Seine Frau zuckte mit den Schultern, klimperte unschuldig mit den Wimpern und antwortete: „Vielleicht weil du mich kennst?“
„Ja“, stieß Warden hervor. „Ich kenne und ich liebe dich. Jede Faser meines Körpers tut es, ich schwöre es.“ Lindsay war wieder einmal überwältigt von Wardens Intensität. Seine Vehemenz war auch nach all der Zeit immer noch beeindruckend und wie so oft, konnte sie nicht anders, als ihn zu küssen. „Du weißt, Sonnenschein, ich bin nicht der Typ, der an morgen denkt. Ich lebe im Moment, aber ich wünsche mir von ganzem Herzen, dass es immer ein ‚morgen‘ mit dir geben wird – und das, obwohl du das unromantischste Weibsbild auf der ganzen Welt bist und mir vermutlich gleich wieder einen dummen Spruch drücken wirst.“
Lindsay kroch auf seinen Schoß, schlang ihre Arme um seinen Hals und küsste Warden leidenschaftlich. „Nein, diesmal nicht“, hauchte sie an seinem Mund. „Ich liebe deine Liebeserklärungen.“
„Und das ist gut so, Mrs Palmer, denn ein anderer wird dir in Zukunft keine mehr machen.“
„Mrs Palmer“, wiederholte Lindsay breit grinsend. Sie war so überglücklich und völlig stoked, dass sie nun Wardens Frau war. „Das klingt so gut.“
„Ja?“
„Ja! Wie wäre es, wenn du mal deinen ehelichen Pflichten nachkommen würdest?“
„Echt? Muss das sein?“, scherzte Warden, woraufhin Lindsay ihn boxte und behauptete: „Kein Sex in der Ehe ist ein Grund für eine Härtefallscheidung.“
„Sorry, aber wir hatten heute schon zweimal Sex, du kannst also nicht sagen, dass wir keinen hätten.“
„Aber das letzte Mal ist bestimmt schon drei Stunden her. Ich bin schon fast wieder Jungfrau!“, jammerte sie, was Warden ein amüsiertes Glucksen entlockte.
„Na, wenn das so ist. Das muss unbedingt verhindert werden.“ Nachdem Warden seine Frau gerettet hatte, schlief er erschöpft ein. Lindsay hingegen schlich hinunter ins Wohnzimmer und suchte nach einem ganz bestimmten Geschenk.
Während sie versuchte, es in dem Chaos zu finden, dachte sie an die Hochzeit zurück. Sie war so aufgeregt gewesen, dass sie geglaubt hatte, den Verstand zu verlieren. Ihre Freundinnen hatten sich über sie lustig gemacht. Lindsay kam es in diesem Augenblick vor, als läge der große Tag bereits Monate zurück. Sie setzte sich hin und schloss für einen Moment die Augen, um in der Erinnerung zu schwelgen.

„Ich bin so verdammt aufgeregt!“, keuchte Lindsay. „Mir ist schlecht und heiß und … Gott, was, wenn er 'Nein!' sagt?“ Alex begann zu kichern und Hope stimmte mit ein. Auch Clara schmunzelte. „Ihr seid doof“, warf Lindsay ihnen vor.
„Du brauchst eine Ablenkung. Komm wir haben noch eine halbe Stunde. Lass uns den Film anschauen, okay?“, schlug Rachel vor.
„Aber das ist ein Nicholas Sparks Film. Ich werde unweigerlich heulen und dann werde ich entsetzlich aussehen und dann MUSS Warden 'Nein!' sagen.“
„Du bist der weltgrößte Nicholas Sparks Fan. Du kennst all seine Bücher und alle Filme auswendig. Du wirst bestimmt nicht heulen.“
„Sie heult immer, wenn sie seine Filme sieht“, kam es wenig hilfreich von Alex.
„Siehst du“, sagte Lindsay zu Rachel. Just in diesem Moment bekam sie eine SMS. „Es ist eine Nachricht von Warden“, sagte sie tonlos.
„Und? Was schreibt er?“, wollte Hope wissen.
„Vermutlich will er die Hochzeit absagen und ich werde als alte, jungfräuliche Katzenlady sterben“, jammerte Lindsay vor sich hin.
„Du hattest echt zu viel Sekt, denn entschuldige mal, aber jungfräulich bist du bestimmt nicht“, murrte Alex.
„Nein, nicht nach allem, was heute Morgen mit Warden unter der Dusche lief“, kam es von Hope.
„Woher …“, begann Lindsay, doch dann dämmerte es ihr. „… ach, vergiss es. Diese Kerle sind schlimmer als Waschweiber. Ich wette Warden hat es Aiden erzählt und der hat dich informiert“, schnaubte Lindsay abfällig.
„Nein, wir haben euch gehört“, entgegnete Hope gutgelaunt.
„Bringt es nicht Unglück, seinen Bräutigam am Tag der Hochzeit zu sehen, also vor der Trauung, meine ich?“, fragte Clara.
„Das dürfte erklären, warum Lindsay so verdammt nervös ist. Man nennt es schlechtes Gewissen“, spottete Alex, woraufhin die zukünftige Braut erklärte: „Ich bin nicht abergläubisch.“
„Nicht? Dann los, schau dir seine Nachricht an!“
Lindsay warf Alex einen vorwurfsvollen Blick zu und jammerte: „Und wenn es doch Unglück bringt?“
Das amüsierte Kichern ihrer Freundinnen ignorierend fasste Lindsay sich ein Herz und schaute nach, was Warden ihr geschrieben hatte: „Ich liebe dich nicht für das, was du bist, sondern für das, was ich durch dich an meiner Seite bin.“
„Ohhhhhhh!", seufzten ihre Freundinnen unisono.

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